Die babysichere Wohnung

Die babysichere Wohnung – Tipps für ein sicheres Zuhause

In den letzten Wochen vor der Geburt…

… habt ihr mit viel Liebe und Zeit ein kuschliges Kinderzimmer eingerichtet, in dem sich der Neuankömmling wohl und zuhause fühlen kann. Doch ab der Zeit, ab der Dein Baby die Welt auch “auf eigenen Beinen” entdecken will, wird nun auch die ganze Wohnung erobert und eine größere Umgestaltung notwendig.

Couch

© Rainer Sturm / PIXELIO

Auch wenn es manchen Mamas vielleicht anfangs schwer fällt, ihr schön eingerichtetes Heim nun “umdekorieren” zu müssen, so ist es doch wichtig, um die vielen Gefahrenquellen für Dein Baby aus dem Weg zu schaffen. Ein kleiner Trost: Dein Kind wird schon bald lernen, dass es besonders wertvolle oder gefährliche Gegenstände nicht anfassen darf, so dass Du Deine “kleinen Schätzen” bald wieder aus der Schublade holen kannst.

Am Anfang wandert bei den ersten Gehversuchen wirklich alles in den Mund, und wenn Dein Baby erstmal mit dem Krabbeln beginnt, ist es in seinem Bewegungsdrang nicht mehr zu bremsen. Dabei entwickelt Dein Sprössling viele Fähigkeiten, die vor allem seine motorische Entwicklung verbessern und seine Muskulatur stärken. Umso wichtiger ist es, dass Du Dein Haus oder Deine Wohnung babysicher machst, um mögliche Gefahrenquellen aus dem Weg zu räumen.

Wir haben hier wichtige Tipps zusammengetragen, die Dir helfen, die Umgebung Deines Babys sicher zu gestalten:

Treppenlauf

© Rainer Sturm / PIXELIO

  • Vor allem Treppen und Kamine können beim Krabbeln und Robben zu einer großen Gefahr werden, die Du am besten mit einem Treppen- und Kaminschutzgitter sichern kannst.
  • Bei größeren Kindern empfiehlt es sich, auch Fenster und Balkon- bzw. Terassentüren zu sichern, damit sie Dein Sprössling nicht unbeobachtet öffnen und herausfallen kann. Dazu eignen sich spezielle Schutzvorrichtungen und Schlösser, die Du z.B. im Baumarkt bekommst.
  • Vorhänge und Gardinen sind besonders verlockernd – Du solltest sie daher am besten außerhalb der Reichweite Deines Babys halten.
  • Installiere in der ganzen Wohnung bzw. im Haus Steckdosensicherungen und Eckschutzvorrichtungen an scharfkantigen Möbelstücken (z.B. Couchtisch oder Kommode). Achte beim Kauf der Steckdosensicherung darauf, dass Du die Steckdosen weiter nutzen und jederzeit elektrische Geräte wie Staubsauger oder Bügeleisen anschließen kannst.
  • Kleinkram, Bücher und Accessoires wie Kerzenleuchter, Dekoschalen usw. solltest Du von Regalen und niedrigen Tischen entfernen – Dein Kind könnte sie in den Mund nehmen, etwas verschlucken oder sich daran verletzen.
  • Orchidee

    © Frank Hollenbach / PIXELIO

    In der Küche und an niedrigen Schränken empfiehlt es sich, Sicherheitsriegel und Schubladenstopper anzubringen, damit der Inhalt nicht in die kleinen Fingerchen gelangt. Vor allem der Putz-, Spül- und Arzneimittelschrank sollten besonders geschützt und alle gefährlichen Substanzen verschlossen aufbewahrt werden.

  • Aufgestellte Insektenfallen oder ausgestreutes -gift müssen vom Boden entfernt und an einem sicheren Ort verwahrt werden.
  • Und auch wenn Dein Baby eure tierischen Mitbewohner ins Herz geschlossen hat – Hunde- und Katzenfutter sowie Katzenstreu solltest Du in Sicherheit bringen, bevor Dein Sprössling den Fressnapf “für sich” entdeckt hat.
  • In der Wohnung und auch im Garten ist es wichtig, immer ein Auge auf Dein Kind zu haben und Dich zu erkundigen, welche Pflanzen giftig sind, um sie entfernen oder außer Reichweite stellen zu können.

Sollte Dein Kind trotz größten Vorsichtsmaßnahmen doch einmal etwas verschluckt oder eine möglicherweise giftige Substanz in den Mund genommen haben, ist es wichtig, dass Du jederzeit die Rufnummer der Notfallambulanz und der Giftnotzentrale parat hast.

Hier findest Du eine Übersicht der Notrufnummern für Deutschland:

Norufnummern

Polizei    110 (Polizeinotruf)                Feuerwehr    112 (Rettungsdienst)

Giftnotruf

Informationen bereit halten: Wer? Womit? Wie viel? Wann? Wo?

Standort Telefonnummer
Berlin Giftnotruf Berlin
Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen, Institut für Toxikologie
(030) 19 24 0
Bonn Informationszentrale gegen Vergiftungen des Landes Nordrhein-Westfalen
Zentrum für Kinderheilkunde Universitätsklinikum Bonn
(0228) 19 24 0
Erfurt Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ Erfurt) der Länder  Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (0361) 73 07 30
Freiburg Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg (VIZ)
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg
(0761) 19 24 0
Göttingen Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (0551) 19 24 0
Homburg/Saar Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen
Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
(06841) 19 24 0
Mainz Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
Klinische Toxikologie, II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universität Mainz
(06131) 19 24 0
München Giftnotruf München – Toxikologische Abt. der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik rechts der Isar der Technischen Universität München (089) 19 24 0
Nürnberg Giftinformationszentrale Nürnberg
Medizinische Klinik 2 des Klinikums Nürnberg mit toxikologischer Intensivstation
(0911) 3 98 24 51 oder
(0911) 3 98 26 65

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